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Ankündigung der Verfügbarkeit von RAD Studio 13 Florence Update 1

Embarcadero freut sich bekannt zu geben, dass RAD Studio 13 Florence Update 1 (RAD Studio 13.1) zusammen mit Delphi 13 Update 1 und C++Builder 13 Update 1 ab heute für Kunden verfügbar ist.

RAD Studio 13.1 Florence bietet eine Vielzahl von Verbesserungen im gesamten Produkt, wobei neue Plattformfunktionen mit kontinuierlichen Investitionen in Qualität und Entwicklerproduktivität kombiniert werden. Zu den Highlights zählen ein neuer nativer Delphi Windows on Arm-Compiler (Arm64EC), Updates für die neuesten Android- und iOS-Plattformen, Verbesserungen an der Delphi-LSP-Engine sowie die Einführung eines neuen FireMonkey Style Designers. Die Version bringt zudem zahlreiche IDE-Verbesserungen, Modernisierungen der Benutzeroberfläche sowie fortlaufende Verbesserungen an VCL, FireMonkey, C++Builder, dem Datenbankzugriff und Webtechnologien mit sich.

In diesem Blogbeitrag stellen wir die wichtigsten Neuerungen dieser Version sowie die wichtigsten Bereiche vor, in denen die Qualität verbessert wurde.

Das RAD Studio 13.1 Launch Webinar können Sie auf Youtube sehen.

Delphi Arm64EC Native Compiler Toolchain

Nutzen Sie Ihre bestehende Codebasis für die nächste Generation von Geräten auf Basis von Windows on Arm

RAD Studio 13.1 und Delphi 13.1 führen eine neue native Zielplattform für den Delphi-Compiler ein: Windows on Arm. Delphi kann nun native Arm-Binärdateien erstellen, die auf Windows Arm-Geräten (einschließlich virtueller Windows on Arm-Maschinen auf Arm-basierten Macs) laufen, ohne auf eine Intel-Emulation angewiesen zu sein.

Die neue Windows on Arm Zielplattform im Plattform-Manager

Das neue Ziel ist im Plattform-Manager der IDE verfügbar und ermöglicht es Entwicklern, ihre native Windows-Unterstützung weiter auszubauen und Anwendungen für Win32, Win64 (Intel) und Win64 (Arm) auf Basis derselben Codebasis zu erstellen. Bestehende Delphi-Anwendungen können in der Regel mit minimalen Änderungen für die neue Plattform neu kompiliert werden.

Hinzufügen einer neuen Plattform zu einer existierenden VCL-Applikation

Aus technischer Sicht generiert Delphi Arm64EC-Binärdateien. Arm64EC (Abkürzung für Emulation Compatible) ist eine von Microsoft eingeführte ABI (Abkürzung für Application Binary Interface) für Windows on Arm, die es ermöglicht, dass nativer Arm64-Code nahtlos mit emuliertem x64-Code zusammenarbeitet. Dieser Ansatz erlaubt die Kombination von Intel-Bibliotheken mit einer Arm-basierten ausführbaren Datei und unterstützt eine schrittweise Migration, indem x64-Aufrufkonventionen und die Registerverwendung beibehalten werden.

Eine Delphi Arm64EC-App, die auf Windows on Arm ausgeführt wird und gelistet wird als „Arm64 (x64 compatible)“

Die Delphi-Toolchain für Windows on Arm basiert auf LLVM 20. Sie nutzt die Linker-Infrastruktur und ausgewählte RTL-Dienste von LLVM, stützt sich bei den zentralen Laufzeitfunktionen auf Microsofts UCRT und verwendet LLDB für die Fehlersuche. Mit Delphi für Windows on Arm kompilierte Anwendungen interagieren direkt mit der nativen 64 Bit-Arm-API von Windows.

In den meisten Fällen lassen sich bestehende Delphi Win64-Anwendungen mit minimalen Änderungen migrieren. Die meisten Windows-APIs verhalten sich auf Intel- und Arm-Plattformen einheitlich, was den Übergang unkompliziert macht – vorausgesetzt, der Code ist nicht von Intel-spezifischem Assembler-Code abhängig. In einigen Ausnahmefällen sind möglicherweise Aktualisierungen des Quellcodes erforderlich, und Anwendungen, die weiterhin auf Win32 abzielen, müssen zunächst auf 64 Bit migriert werden.

Man kann dieselbe Anwendung für Windows Intel und Windows on Arm erstellen

In den kommenden Wochen wird Embarcadero detailliertere Anleitungen veröffentlichen, darunter konkrete Überlegungen und bewährte Vorgehensweisen für den Wechsel von Intel- zu Arm-Zielplattformen.

Android API Level 36 und iOS 26-Unterstützung

Einhaltung der aktuellen Anforderungen für mobile Betriebssysteme und App-Stores

RAD Studio 13.1 bietet nun Unterstützung für Android API-Level 36.1, eine Voraussetzung für die Veröffentlichung von Apps im Google Play Store ab August 2026. Mit dieser Version wurden auch das Build-System und die Plattform-JAR-Dateien entsprechend aktualisiert. Darüber hinaus haben wir die Seite „Berechtigungen der Anwendung“ überarbeitet und um die für das neue API-Level erforderlichen Berechtigungen ergänzt sowie die vom FireMonkey-Framework auf Android verwendete Jetpack Core-Bibliothek aktualisiert.

Außerdem haben wir die Erkennung vorhandener Android SDK-Installationen durch die IDE verbessert, die Unterstützung für die Erstellung von geteilten Android-Bibliotheken (.so) hinzugefügt und die Möglichkeit eingeführt, die vorausschauende Zurück-Navigation in neueren Android-Versionen zu deaktivieren.

Was Apple betrifft, bietet RAD Studio 13.1 nun offizielle Unterstützung für iOS 26 und erhöht die standardmäßig unterstützte Mindestversion von iOS, um die fortlaufende Einhaltung der App Store-Anforderungen sicherzustellen.

Bookmarks-Add-on in die IDE integriert

Erweiterte integrierte Funktionen für Bookmarks

RAD Studio 13.1 integriert das Add-on „Bookmarks“ vollständig in die IDE. Diese ursprünglich von Parnassus entwickelte und zuvor über GetIt verfügbare Implementierung ersetzt das in die IDE integrierte Lesezeichensystem durch eine leistungsfähigere und erweiterbare Lösung.

Die verbesserte Bookmarks-Funktion (zu deutsch Positionsmarken) bietet eine automatische Nummerierung, schnelle Navigation per Tastatur sowie eine übersichtliche Darstellung der aktiven Lesezeichen mit genauen Verweisen auf die Codezeilen und einer ansprechenden Vorschau.

Integrierte Bookmarks in der IDE

Außerdem wird die Unterstützung für temporäre Cursor-Lesezeichen hinzugefügt: Man kann ein Lesezeichen setzen und die Escape-Taste drücken, um dorthin zurückzukehren. Diese Lesezeichen verhalten sich wie ein Stapel, sodass die Navigation nach dem LIFO-Prinzip (Last-In, First-Out) erfolgt und jedes Lesezeichen entfernt wird, sobald man dorthin zurückkehrt.

Insgesamt erleichtern diese Verbesserungen die Navigation in umfangreichen Codebasen und ermöglichen es, schnell zu den relevanten Abschnitten Ihres Quellcodes zurückzukehren.

Die Bookmarks-Listenvorschau in der Dialogbox Tools > Optionen

Windows 11-spezifische VCL-Stile (auch für die IDE)

Verleihen Sie Ihren Windows-Anwendungen ganz einfach ein modernes Erscheinungsbild  

In Fortsetzung der UI-Modernisierung aus den letzten Versionen führt RAD Studio 13.1 Florence sechs neue, Windows 11-spezifische VCL-Stile ein, die eine Reihe von Farbvarianten bieten. Dazu gehören Windows Modern, Windows Modern Dark, Windows Modern Slate Gray, Windows Modern Green, Windows Modern Blue und Windows Modern Purple.

Die neuen Windows 11 VCL-Stile in Aktion

Entsprechend wurden auch die IDE-Designs aktualisiert, wodurch die RAD Studio-IDE nun noch stärker an das Erscheinungsbild von Windows 11 angepasst ist. Die IDE wählt automatisch ein passendes Design basierend auf dem Betriebssystem aus – unter Windows 10 wird das Windows 10-Design verwendet, unter Windows 11 wechselt die IDE zum Windows 11-Design. Zu den Verbesserungen der IDE-Benutzeroberfläche gehören die Unterstützung abgerundeter Fensterecken, Verbesserungen am Suchfeld der IDE sowie Aktualisierungen der Navigationssymbolleiste.

FireMonkey Style Designer

Schnelleres, flexibleres und modernes UI-Design

RAD Studio 13.1 enthält die erste Version eines neuen FireMonkey Style Designer, der speziell für FireMonkey entwickelt wurde (im Gegensatz zum bestehenden Bitmap Style Designer) und auf moderneren Designprinzipien basiert.

Der neue Designer ist eine eigenständige Anwendung, die die Art und Weise neu definiert, wie Entwickler FMX-Stile erstellen und verwalten. Anstatt detaillierte Kenntnisse über Stilobjekthierarchien und die Interna von Komponenten zu erfordern, bietet er einen stärker designorientierten Ansatz, der sich auf übergeordnete Konzepte wie Farben, Hintergründe, Typografie und Interaktionszustände konzentriert. Das Tool übernimmt dann die Umsetzung in das zugrunde liegende FireMonkey-Stilformat.

Der neue native FireMonkey Style Designer

Der Style Designer selbst wurde mit FireMonkey entwickelt und demonstriert damit die Fähigkeit des Frameworks, professionelle Desktop-Tools zu unterstützen. Obwohl er in erster Linie für Entwickler gedacht ist, wurde er auch für UI/UX-Designer konzipiert, die eng mit dem Entwicklungsteam zusammenarbeiten.

In Kürze wird Embarcadero ausführlichere Informationen zum neuen FireMonkey Style Designer sowie ein spezielles Webinar veröffentlichen. Dieses neue Tool verbessert den Arbeitsablauf bei der Erstellung von FireMonkey-Stilen erheblich und ermöglicht eine engere Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Designern hinsichtlich der Benutzererfahrung von FireMonkey-Anwendungen.

DelphiLSP LSIF

Schnellere Navigation in Bibliotheks-Quellcode

Delphi 13.1 führt eine erweiterte Architektur für die DelphiLSP-Engine zur Code-Vervollständigung und -Navigation ein. Die Delphi Language Server Protocol (LSP)-Engine unterstützt nun das Language Server Index Format (LSIF). Diese architektonische Änderung zielt darauf ab, die Abhängigkeit vom Compiler zu verringern und so die Leistung, Stabilität und Genauigkeit von Code Insight zu verbessern.

Das LSIF-System führt einen neuen Ansatz für DelphiLSP ein, um Navigations- und Code-Insight-Funktionen bereitzustellen, indem es auf vorgefertigte Indexdateien zurückgreift, anstatt sich auf den Compiler zu verlassen. Wenn LSIF-Daten verfügbar sind, kann der Sprachserver schnellere und stabilere Funktionen wie „Zur Definition springen“ und Hover-Informationen anbieten. Das Produkt enthält bereits vorab generierte LSIF-Dateien für die Kernbibliotheken, und man kann mithilfe einer neuen Compiler-Option passende LSIF-Dateien für die in eigenen Paketen definierten Symbole generieren.

Das Hauptziel dieser Änderung besteht darin, eine schnellere Ausführung gängiger Navigationsanfragen zu ermöglichen, ohne den Compiler aufzurufen. Die LSIF-Unterstützung erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit, verringert Verzögerungen, die zuvor durch wiederholte Kompilierung im Hintergrund verursacht wurden, und verbessert die Stabilität von DelphiLSP, indem die Anzahl der an den Compiler gesendeten Anfragen reduziert wird.

Aktivieren der LSIF-Ausgabe für ein Paket

C++Builder- / Modern Win64-Qualität

Nach dem Upgrade auf Clang 20 und C++23 in Version 13.0 konzentriert sich RAD Studio 13.1 in erster Linie auf die Qualitätsverbesserung der gesamten 64 Bit-Modern-Compiler-Toolchain von C++Builder. Insbesondere führt diese Version das Dienstprogramm „clang-scan-deps“ für eine schnellere Abhängigkeitsanalyse ein und verbessert die Verarbeitung von Unicode-Pfaden beim Aufruf des Linkers.

Beim Windows SDK wurde der Importvorgang bei der Installation mehrerer SDK-Versionen stabiler gestaltet, und es wurde die Unterstützung für das neueste Windows SDK hinzugefügt.

Außerdem wurden einige Probleme behoben, die die Nutzung der Delphi-Laufzeitumgebung aus C++ beeinträchtigten.

IDE- und Debugger-Qualität

Für die RAD Studio-IDE bietet diese Version zusätzlich zu den zuvor genannten Funktionen eine erhebliche Verbesserung der Designumgebung bei hohen DPI-Werten. Sie können Formulare nun unabhängig von der DPI-Einstellung zur Entwurfszeit mit 96 DPI speichern. Dies ist besonders nützlich für Teams, die an einem gemeinsamen Projekt arbeiten und dabei unterschiedliche Bildschirmauflösungen sowie IDE-Konfigurationen mit hohen DPI-Werten verwenden.

Die IDE-Option „In 96 DPI speichern“ 

Darüber hinaus führt diese Version einen neuen Mechanismus ein, der einfache Berechnungen in ausgewählten numerischen Feldern des Objektinspektors ermöglicht (insbesondere bei den Eigenschaften Left, Top, Height und Width von VCL TControl und abgeleiteten Klassen). Die mathematische Rechenregel „Punkt vor Strich“ lässt sich hier ebenfalls verwenden.

Auch die Produktregistrierung bei Embarcadero wurde modernisiert, wobei sowohl die Lizenzmanager-Anwendung als auch der Produktregistrierungsdialog umfassend überarbeitet wurden. Diese VCL-Anwendungen bieten nun dank der Konfiguration „Per Monitor v2“ eine Unterstützung für hohe DPI-Auflösungen sowie aktualisierte Schriftarten und eine insgesamt überarbeitete Benutzeroberfläche.

Im Debugger werden im Dialog „Mit Prozess verbinden“ nun Prozesssymbole angezeigt, wodurch sich die Zielprozesse leichter identifizieren lassen.

Die Symbole im Dialog „Mit Prozess verbinden“

Diese Version enthält zudem mehrere Verbesserungen an den Debuggern, wobei der Schwerpunkt auf den 64 Bit-Debuggern für Delphi und Modern C++ liegt. Es wurden mehrere Probleme behoben – vor allem im Zusammenhang mit der Ausnahmebehandlung –, bei denen der Debugger zuvor mit einer Fehlermeldung abstürzte und nun wie erwartet funktioniert.

Qualitätsverbesserungen und kleinere Erweiterungen für VCL und FireMonkey

In RAD Studio 13.1 hat Embarcadero eine Vielzahl von Qualitätsverbesserungen für die beiden UI-Bibliotheken VCL und FireMonkey bereitgestellt.

Für FireMonkey wurde die Unterstützung für „Tinted Glyph“ hinzugefügt, wodurch das Umfärben von Symbolen innerhalb einer ImageList möglich wird – damit entspricht diese Funktion nun den Möglichkeiten, die bereits für das TSpeedButton-Steuerelement verfügbar sind. Diese Funktion wird auch vom neuen FireMonkey Style Designer genutzt.

Die Komponente „TintedGlyph“ im Objektinspektor

Darüber hinaus wurden im IDE-Designer die Unterstützung für Linux-Stile und -Ansichten hinzugefügt, Unterstützung für DirectX-Texturfilterung integriert und die Ausrichtung sowie die Verwaltung der Ränder eines in ein FireMonkey-Formular eingebetteten TFrame verbessert.

FireDAC- und Datenbank-Verbesserungen

Der Datenbankzugriff ist nach wie vor eine der Kernkompetenzen von RAD Studio. Die FireDAC-Bibliothek wird kontinuierlich aktualisiert, um die neuesten Datenbankversionen zu unterstützen. In dieser Version wurde die Unterstützung für SAP ASE Server 16.1, IBM DB2 12.1 und MariaDB Server 12.1 hinzugefügt (wobei einige FireDAC-Datenbanktreiber nur in der Enterprise-Edition verfügbar sind).

Zudem steht die bisherige SQLite-Verschlüsselung nun auch für 64 Bit-Windows-Anwendungen zur Verfügung.

Verbesserungen bei den Web-Tools

RAD Studio 13.1 bietet nun die Unterstützung für das HTTP-Modell „Server-Sent Events“ (SSE) sowohl für Webserver als auch für Webclients und führt neue Klassen wie etwa  TWebResponseStream, THTTPEvent und THTTPEventSource ein. Dies ermöglicht die Entwicklung von Anwendungen auf Basis von SSE, einschließlich der Unterstützung für Protokolle wie MCP.

Darüber hinaus bietet WebBroker nun die Unterstützung für die Apache-Konfiguration in C++Builder, und RAD Server Lite enthält nun integrierte Unterstützung für TLS 1.3.

Bereit zum Loslegen

Testversionen von RAD Studio, Delphi und C++Builder 13.1 Florence sind ab sofort verfügbar, und die aktualisierten Produktversionen sind im Online-Shop erhältlich. Kunden mit einem Update-Abonnement können RAD Studio, Delphi und C++Builder 13.1 bereits heute mit ihrer bestehenden Lizenz herunterladen sowie installieren und erhalten eine E-Mail, in der die Verfügbarkeit der neuen Version angekündigt wird. Die Downloads sind im Kundenportal unter https://my.embarcadero.com verfügbar.

Weitere Informationen findet man unter den folgenden Links:

Eine starke Veröffentlichung

RAD Studio 13.1 Florence stellt einen großen Fortschritt dar, mit nützlichen neuen Funktionen und einem unveränderten Fokus auf Qualität. Wir sind überzeugt, dass Ihnen diese Version bei Ihrer täglichen Entwicklungsarbeit mit RAD Studio, C++Builder und Delphi von großem Nutzen sein wird.

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